Das Projekt „Kleine Baumeister“

 

Viele Kinder haben heute keinen unmittelbaren Kontakt mehr zu Tieren und verstehen daher auch deren Ansprüche und Bedürfnisse nicht. Weder der städtische Lebensraum noch Presse, Funk und Fernsehen ermöglichen das Lernen aus dem direkten Kontakt zur Natur. Ein einfacher Waldspaziergang ist kaum einem Kind ein selbstverständliches Erlebnis mehr. Demzufolge sind die Kenntnisse vieler über ihren biologischen Lebensraum oft sehr lückenhaft und ungenügend.

Dabei sind Kinder oft besonders wissbegierig, wenn man ihnen die Möglichkeit einräumt, die Natur zu erkunden und Fragen zu stellen. Wenn Faszination empfunden wird, sind die Ohren offen für das Verstehen von Zusammenhängen. Die Namen von Tieren oder Pflanzen bleiben im Gedächtnis haften, und es entsteht der Wille, sich für eine intakte Natur zu engagieren.
 
Förderlich ist auch, wenn Naturerlebnisaktionen schöne Gemeinschaftserlebnisse sind. Anhand prak- tischer oder spielerischer Erfahrungen erlangen Kinder am besten Wissen über die Natur und über ökologische Wechselbeziehungen.

Daher möchten wir das natürliche Interesse und die kindliche Neugier aufgreifen, um mit Kinder- und Jugendgruppen Nisthilfen und Quartiere für heimische Tiere aus Holz zu bauen.
Über handwerkliche Tätigkeiten wollen wir Kinder und Jugendliche für Naturerfahrungen und praktischen Natur- und Artenschutz begeistern.
 
Unter sachkundiger Anleitung können alle Interessierten ihre eigenen Wohnungen für Vögel, Insekten, Fledermäuse & Co. entwerfen und gestalten. Die Holzbretter müssen ausgemessen, zurecht gesägt, die Einfluglöcher gebohrt und der Kasten zusammengesetzt werden. Anschließend geht es in den Wald oder Garten, wo die Nisthilfen aufgehängt werden. Dort werden ökologische Zusammenhänge und Besonderheiten vor Ort erklärt.

           

"Kleiner Baumeister" beim Hermanntag 2011

 
Um einem Tier einen Unterschlupf oder eine Nisthöhle zu bauen, ist es erforderlich, dass die Gruppe sich mit der Biologie der jeweiligen Art auseinandersetzt. Alle Teilnehmer können ganz nebenbei etwas über den Lebensraum eines Tieres, Fressfeinde, Bedürfnisse und Verhalten erfahren.

Manch eine Vogel- oder Insektenart ist durch anthropogene Eingriffe in den Naturhaushalt bereits selten geworden. Die kleinen Baumeister werden mit den Ursachen des Rückgangs einer Tierart konfrontiert und zum Nachdenken über Hilfsmaßnahmen animiert.
Durch den hohen Praxisanteil und durch eine spätere kritische Prüfung (nämlich durch die Vögel und andere Tiere selbst) können die Kinder so lernen, was in keinem Schulbuch steht.

 

Buchung über Dorf der Tiere e.V., Duxenberg 9, 32694 Dörentrup-Schwelentrup

05265/9490-0, www.tiere-im-dorf.de